Glück bei Eislochbad am Nordpol
Ich wandere alleine in einer urtümlichen Landschaft nahe des Nordpols. Es gibt zwar einiges Eis hier, eigentlich ist es aber eher subarktisch wie in Nordkanada. Ich komme an einen höhlenartigen kleinen Steinalkoven, wenige Quadratmeter groß. Ein große Öffnung im Stein läßt den Blick auf die Landschaft frei. In der Kammer entdecke ich einen kleinen, tiefen Tümpel, der ganz von Eis bedeckt ist. Ich beschließe, hier meine - angeblich absolut kälteresistente - Ausrüstung zu testen und durch ein Loch in der Eisfläche in das bitterkalte Wasser zu tauchen. Erst als ich mich schon in das Eiswasser gleiten lasse, bemerke ich, daß ja meine Thermojacke weit offen steht - es ist also nichts mit Kälteschutz! Ich befürchte, einen tödlichen Fehler gemacht zu haben. Zwar habe ich auch noch einen Signalgeber ähnlich einem Funkgerät dabei, aber diese Gegend am Nordpol ist absolut unbewohnt - keine Menschenseele weit und breit ist da, um mich zu retten! Vielleicht wird der Signalgeber sogar Mutter erreichen, aber selbst wenn die schnell ein Rettungsflugzeug organisiert, wird es Stunden dauern, bis das Flugzeug die Entfernung bis hierher überbrückt hat, und bis dahin werde ich wohl längst erfroren sein. Kaum Hoffnung auf irgendeine Rettung, denke ich etwas mißvergnügt, während ich in das Wasser gleite und dabei in die menschenleere Landschaft schaue und an das verspätete große Rettungsflugzeug denke und seine brummenden Propellermotoren, die ich nicht mehr hören werde.
Es gibt aber eine unterirdische Verbindung vom Tümpel der Steinkammer nach draußen. Ich werde wie von einem Sog erfaßt und lande in einem etwa zwei Meter breiten Wassergraben, der kanalartig von der Steinhöhle weg durch die weite Landschaft rauscht. Die Fließgeschwindigkeit ist sehr hoch, so daß ich rasend schnell dahin treibe. Das Wasser ist zu meinem Erstaunen gar nicht eiskalt und höchstens angenehm frisch, was an der hohen Fließgeschwindigkeit liegen kann, wie ich überlege. Das einzig Unangenehme ist nun, daß ich weit von der Steinkammer weg treibe, wo ich noch meinen funkgerätartigen Signalgeber und zwei, drei andere wichtige Ausrüstungsgegenstände zurückgelassen habe. Meine Hoffnung, die wiederzubekommen, ist gering, wie ich betrübt einschätze, als ich schon weit entfernt auf dem Rücken treibend in dem wilden Wasser dahin schieße. Bald darauf bin ich in Sicherheit in einer unweit der arktischen Landschaft liegenden estnischen Kleinstadt. Nachdem ich mich in meiner Unterkunft etwas frisch gemacht habe, überlege ich, daß ich doch versuchen könnte, mit dem Auto die Steinkammer und meine verlorene Ausrüstung wiederzufinden. So fahre ich bald gutgelaunt in meinem Auto durch die schöne Kleinstadt. Kurz nach einer Straßengabelung wird mir bewußt, daß ich die falsche Abzweigung genommen habe. Meine Chancen, die Höhle in der weiten, menschenleeren Landschaft wiederzufinden, sind eh ziemlich gering, aber was soll‘s - dann eben nicht. Die links abzweigende Straße, die ich genommen habe, führt nicht in die Eislandschaft, sondern offenbar weiter nach Osteuropa hinein. Es geht etwas steil einen Hügel och, und zunächst komme ich an einigen schönen alten Kleinstadthäusern vorbei, die noch etwas erhöht hinter einer Mauer auf der rechten Straßenseite dicht beieinander stehen. Kurz vor dem Ortsausgang kommt dann ein wahrer Schilderwald. Durch die Kleinstaaterei hier in Osteuropa und die Grenznähe des Gebietes stehen dicht an dicht, nebeneinander, untereinander und durcheinander etwa fünfzig Richtungspfeil-Schilder, die in die verschiedenen Länder weisen. Im Vorbeifahren kann ich nur ein paar entziffern. Auf einem steht das nächstliegende Gebiet „Mittelost-Estland“ - auf estnisch, weil das Wort „Eesti“ auftaucht. Die Kleinstadt, in der ich meine Unterkunft habe, befindet sich in Mittelestland - Mittelostestland ist also das östlich davon liegende Gebiet. Die Hinweisschilder zeigen in die Richtung sämtlicher Kleinstaaten Osteuropas - der am weitesten entfernt liegende ist Bulgarien. Daß das Ganze auch ein wenig ein skurriler Jux ist, wird klar, als kurz darauf ein neuer Schilderwald auftaucht, diesmal aus den verschiedensten Verkehrsschildern.
Es gibt aber eine unterirdische Verbindung vom Tümpel der Steinkammer nach draußen. Ich werde wie von einem Sog erfaßt und lande in einem etwa zwei Meter breiten Wassergraben, der kanalartig von der Steinhöhle weg durch die weite Landschaft rauscht. Die Fließgeschwindigkeit ist sehr hoch, so daß ich rasend schnell dahin treibe. Das Wasser ist zu meinem Erstaunen gar nicht eiskalt und höchstens angenehm frisch, was an der hohen Fließgeschwindigkeit liegen kann, wie ich überlege. Das einzig Unangenehme ist nun, daß ich weit von der Steinkammer weg treibe, wo ich noch meinen funkgerätartigen Signalgeber und zwei, drei andere wichtige Ausrüstungsgegenstände zurückgelassen habe. Meine Hoffnung, die wiederzubekommen, ist gering, wie ich betrübt einschätze, als ich schon weit entfernt auf dem Rücken treibend in dem wilden Wasser dahin schieße. Bald darauf bin ich in Sicherheit in einer unweit der arktischen Landschaft liegenden estnischen Kleinstadt. Nachdem ich mich in meiner Unterkunft etwas frisch gemacht habe, überlege ich, daß ich doch versuchen könnte, mit dem Auto die Steinkammer und meine verlorene Ausrüstung wiederzufinden. So fahre ich bald gutgelaunt in meinem Auto durch die schöne Kleinstadt. Kurz nach einer Straßengabelung wird mir bewußt, daß ich die falsche Abzweigung genommen habe. Meine Chancen, die Höhle in der weiten, menschenleeren Landschaft wiederzufinden, sind eh ziemlich gering, aber was soll‘s - dann eben nicht. Die links abzweigende Straße, die ich genommen habe, führt nicht in die Eislandschaft, sondern offenbar weiter nach Osteuropa hinein. Es geht etwas steil einen Hügel och, und zunächst komme ich an einigen schönen alten Kleinstadthäusern vorbei, die noch etwas erhöht hinter einer Mauer auf der rechten Straßenseite dicht beieinander stehen. Kurz vor dem Ortsausgang kommt dann ein wahrer Schilderwald. Durch die Kleinstaaterei hier in Osteuropa und die Grenznähe des Gebietes stehen dicht an dicht, nebeneinander, untereinander und durcheinander etwa fünfzig Richtungspfeil-Schilder, die in die verschiedenen Länder weisen. Im Vorbeifahren kann ich nur ein paar entziffern. Auf einem steht das nächstliegende Gebiet „Mittelost-Estland“ - auf estnisch, weil das Wort „Eesti“ auftaucht. Die Kleinstadt, in der ich meine Unterkunft habe, befindet sich in Mittelestland - Mittelostestland ist also das östlich davon liegende Gebiet. Die Hinweisschilder zeigen in die Richtung sämtlicher Kleinstaaten Osteuropas - der am weitesten entfernt liegende ist Bulgarien. Daß das Ganze auch ein wenig ein skurriler Jux ist, wird klar, als kurz darauf ein neuer Schilderwald auftaucht, diesmal aus den verschiedensten Verkehrsschildern.
beigetragen von Rootsmasters Rubrik: Träume Datum: 26. Apr, 21:30 Uhr
